Decollagen

Nachdem ich die Decollagen im Stadtbild gesehen und fotografiert hatte, habe ich zufällig ein Buch mit dem Titel „Ganz schön gerissen“ entdeckt. Es geht um Asgar Jorns Collagen und Decollagen. Asgar Jorn war ein dänischer Künstler.(1914 – 1973) Er hat von Plakatwänden, die in dicken Schichten beklebt waren, kurz bevor die Plakatierer kamen, riesige Stücke abgerissen und mitgenommen. Aus diesen großen (manchmal 4x5m) Werbeplakaten mit 10-15 Schichten hat er dann neue Werke erstellt. „[…] wenn sich das Plakat im Originalzustand befindet, ist es ein Symbolträger, und es symbolisiert in der Tat eine Reihe von Dingen. Und plötzlich kommt da jemand, der ein Stück abreisst, und durch den Riss, das Abreissen erscheinen wiederum Teile anderer Plakate, mitunter sogar mehrere Plakatschichten, und das Ganze erhält eine völlig neue Bedeutung. Die ursprüngliche Symbolik ist zerstört, und aus dieser Zerstörung heraus sind neue Bilder erwachsen“, die Asgar Jorn phasenweise über 15 Jahre hinweg schuf. Die expressiven und farbintensiven Collagen und Decollagen, von denen Jorn hier spricht, eröffnen ähnlich viele Assoziationsmöglichkeiten wie seine Gemälde. (aus einem Kapitel von Katharina Henkel in „Ganz schön gerissen!“)

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